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28.07.2020 Chris Upton

Die schönen Momente des Sommers einfangen

Chris Upton

Chris Upton is a travel, landscape and social documentary photographer from Nottinghamshire, UK. He is an Associate of the Royal Photographic Society and is proud to be an official Fujifilm X Photographer. Chris’s great passions in life are travel and photography. He has travelled widely and finds it an amazing experience to observe and photograph a variety of cultures, people, and landscapes. His hope is that through his photographs he can bring a little of this to the viewer and inspire others to experience the beauty and diversity of the world for themselves.
In 2016, Chris presented a major social documentary project recording the closure of Thoresby Colliery, the last pit in Nottinghamshire, to widespread critical acclaim. He also published a book, Thoresby: The End Of The Mine, to accompany the exhibition.
Chris’s work is sold internationally and has been published in numerous magazines and books. He has held several major solo exhibitions and was invited to exhibit at the prestigious Masters of Vision Exhibition of Photography at Southwell Minster in 2009, 2011 and 2013.
Chris loves to share his knowledge and he lectures around the UK and runs a variety of workshop events.

  • Für viele Landschaftsfotografen zählt der Sommer nicht unbedingt zu den Lieblingsjahreszeiten. Die langen Tage, das helle, teilweise grelle Licht und die vielen Menschen, die in der Natur unterwegs sind, erschweren das Aufnehmen beeindruckender Landschaftsbilder. Es ist jedoch nicht unmöglich: Sie müssen nur das richtige Motiv und Licht finden.


  • FUJIFILM X-T2 + XF16-55mmF2.8 R LM WR - F8, ISO 200, 1/10 Sek.

  • FUJIFILM X-T3 + XF16-80mmF4 R OIS WR - F11, ISO 400, 1/900 Sek.
  • Das richtige Licht

    In der Landschaftsfotografie ist das richtige Licht von größter Bedeutung. Die besten Lichtverhältnisse haben Sie am frühen Morgen oder am späten Abend. Im August geht die Sonne beispielsweise bereits zwischen 5 und 6 Uhr auf. Sie sollten allerdings schon während der Dämmerung (wenn die Sonne knapp 6º unter dem Horizont steht) vor Ort sein, um das stimmungsvolle Licht vor dem Sonnenaufgang einfangen zu können. Im Anschluss daran können Sie dann den Sonnenaufgang fotografieren, einige fabelhafte Aufnahmen während der goldenen Stunde machen und zum Frühstück wieder zuhause sein. Das frühe Aufstehen kann für den ein oder anderen zwar abschreckend wirken, es wird sich jedoch lohnen! Denken Sie auch immer daran, dass es im Sommer in den Morgenstunden deutlich wärmer und somit komfortabler ist, als z.B. im Winter, und Sie zu dieser Uhrzeit kaum Menschen antreffen werden.
    Mit ein wenig Glück kann es am frühen Morgen etwas neblig sein. Der Nebel wird Ihren Aufnahmen eine ganz besondere Atmosphäre verleihen. Warmes, feuchtes Wetter gefolgt von kalten Nächten ist meist ein Indikator für Nebel. Doch denken Sie daran, dass dieser Zustand nicht lange anhält. Sobald die Sonne aufgeht und den Boden erwärmt, lichtet sich der Nebel.
    Auch am späten Abend haben Sie tolle Lichtverhältnisse. Warten Sie nach Sonnenuntergang ungefähr eine halbe Stunde für das beste Licht. Wenn Sie gerne Zelten, ein Wohnmobil haben oder es Ihnen nichts ausmacht, eine Nacht im Auto zu verbringen, dann sollten Sie mal einen Sonnenuntergang gefolgt vom Sonnenaufgang fotografieren.

  • Machen Sie sich einen Plan

    Achten Sie bei der Planung neben der Wettervorhersage, auch auf die Zeiten des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs. Außerdem kann eine Standortrecherche, um bspw. Aussichtspunkte ausfindig zu machen, hilfreich sein. Wenn Sie bereits am Nachmittag die Umgebung erkunden, können Sie die Zeit während des Sonnenuntergangs komplett zum Fotografieren Ihrer geplanten Kompositionen nutzen.
    Für viele ist der Sommer die bevorzugte Zeit zum Verreisen. Daher empfiehlt es sich möglicherweise neue, unbekannte Orte zu besuchen. Nutzen Sie Instagram, Google und Flickr, um sich im Vorfeld über Ihr Reiseziel zu informieren und kreative Kompositionen zu planen. Der Sommer erstrahlt in großartigen Farben: Die lebendigen Grüntöne verleihen Ihren Bildern eine frische Ausstrahlung. Wildblumen, Mohnblumen und Heidekraut dienen als Farbtupfer. Nach dem Sonnenaufgang kann das Licht sehr grell und kontrastreich sein - halten Sie daher Ausschau nach Schattenbereichen. Ein trüber, wolkenbehangener Himmel eignet sich perfekt für Aufnahmen im Wald oder von Wasserfällen und Bachläufen, da keine blendenden Lichtreflexe stören. Denken Sie bei langen Ausflügen an ausreichend Wasser, Sonnencreme und ggfs. einen Hut. Außerdem kann es früh am Morgen oder spät am Abend auch im Sommer kalt werden. Packen sie also auch eine Jacke ein.


  • FUJIFILM X-T3 + XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR - F16, ISO 160, 1/17 Sek.

  • FUJIFILM X-T3 + XF10-24mmF4 R OIS - F11, ISO 160, 5.3 Sek.

  • FUJIFILM X-E2S + XF14mmF2.8 R - F22, ISO 200, 50.0 Sek.

  • FUJIFILM X-T3 + XF14mmF2.8 R - F2.8, ISO 3200, 20.0 Sek.
  • Was ist mit der Ausrüstung?

    Das Equipment zum Fotografieren von Sommerlandschaften weicht kaum von dem erforderlichen Equipment anderer Jahreszeiten ab. Mein typisches Setup besteht in der Regel aus einem Gehäuse und drei Objektiven. Ich bevorzuge die X-T4 aufgrund der Bildstabilisierung, des Wetterschutzes, des ausklappbaren Displays, der intuitiven Bedienung und der verbesserten Akkulaufzeit. Da mir Vielseitigkeit, Bildqualität und Wetterschutz besonders wichtig sind, setze ich auf die Zoomobjektive XF10-24mm, XF16-55mm und XF50-140mm. Wenn das Gewicht jedoch eine größere Rolle spielt, dann sind die Zoomobjektive XF18-55mm und XF55-200mm eine gute Alternative. Bei der Verwendung von nur einem Objektiv empfehle ich das XF16-80mm. Weitwinkelobjektive eignen sich hervorragend für Aufnahmen mit räumlicher Tiefe. Beziehen Sie dafür den Vordergrund mit in Ihre Bildgestaltung ein. Wenn beim Fotografieren schlechte Lichtverhältnisse herrschen, benötigen Sie lange Verschlusszeiten. Die Verwendung eines Stativs sorgt nicht nur für eine verwacklungsfreie Aufnahme, sondern hilft auch bei der Perfektion Ihrer Komposition.
    Bei der Verwendung von Filtern ist ein Polarisationsfilter meine erste Wahl, um Reflexionen oder Spiegelungen zu unterdrücken. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu stark filtern, und vermeiden Sie die Verwendung von Polarisationsfiltern an Ultraweitwinkelobjektiven, da es hierbei zu ungleichmäßigen Polarisationseffekten kommen kann. Außerdem verwende ich eine Reihe von Graufiltern, um mit einer längeren Verschlusszeit kreative Effekte zu erzielen. Manchmal verwende ich Grauverlaufsfilter, um einen zu großen Kontrast- bzw. Dynamikumfang auszugleichen. Meistens nehme ich jedoch eine Reihe von Bildern mit der Funktion „Automatische Belichtungsreihe“ auf und füge die Aufnahmen in der Nachbearbeitung zusammen.

  • Technische Überlegungen

    Beim Fotografieren von Landschaften verwende ich in der Regel die Blendenpriorität, da ich so mit einer Blende von F8 oder F11 die Schärfentiefe optimal festlegen kann. Um die beste Bildqualität zu erhalten, stelle ich den ISO-Wert auf 160 ein. Wenn ich mit einem Stativ arbeite und keine Bewegung im Motiv beachten muss, dann spielt die Verschlusszeit für mich keine Rolle. Beim Fotografieren von Wasser verwende ich entweder einen Graufilter, um die Verschlusszeit zu verlängern oder erhöhe den ISO-Wert für eine kürzere Verschlusszeit. Dabei habe ich immer das Histogramm eingeblendet und nutze das Belichtungskorrekturrad zur Feinabstimmung. So kann ich sicherstellen, dass Details in den Lichtern oder in den Schattenbereichen korrekt belichtet werden. Stelle ich das Belichtungskorrekturrad auf „C“, kann ich mit dem vorderen Einstellrad arbeiten, ohne den Blick vom Sucher abzuwenden. Bei der Aufnahme von JPEGs können Sie im Menü den Weißabgleich auf „Tageslicht“ einstellen und eine geeignete Filmsimulation, wie beispielsweise Provia, Astia oder Velvia für lebendigere Farben, auswählen. Wenn Sie in RAW aufnehmen, können Sie sogar noch in der Nachbearbeitung verschiedene Filmsimulationen ausprobieren.


  • FUJIFILM GFX 50S + GF32-64mmF4 R LM WR - F16, ISO 200, 60.0 Sek.


  • Verschiedene Techniken

    Der Sommer eignet sich perfekt, um mit verschiedenen Aufnahmetechniken zu experimentieren. Haben Sie schon einmal mit Infrarot gearbeitet? Es lassen sich beeindruckende Bilder aufnehmen. So werden Grüntöne, also z. B. Laub und Gras, weiß und ein blauer Himmel fast schwarz wiedergegeben, um der Szene eine gewisse Dramatik zu geben. Verwenden Sie hierfür einen Infrarotfilter.
    Bei milden Temperaturen und klarem Himmel ist der Sommer eine der besten Jahreszeiten, um Nachtaufnahmen zu machen. Sie benötigen ein Weitwinkelobjektiv (vorzugsweise mit einer großen Offenblende) und ein stabiles Stativ. Wählen Sie die größte Blendenöffnung und stellen Sie einen ISO-Wert von 1600 ein. Als Anhaltspunkt für die einzustellende Verschlusszeit können Sie Ihre Brennweite (KB-Äquivalent) durch 500 teilen. Aber auch tagsüber können interessante Aufnahmen bzw. Effekte mit Hilfe von Langzeitbelichtungen entstehen. Nutzen Sie dafür Ihre Graufilter und suchen Sie nach sich bewegenden Motiven, wie fließendes Wasser, Wolken oder sich im Wind bewegende Gräser und Bäume. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, wenn Sie Bewegung im Bild festhalten. Darüber hinaus können Sie auch abstraktere Techniken, wie die Mehrfachbelichtung oder gezielte Kamerabewegungen, ausprobieren.
    Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten die schönen Momente des Sommers einzufangen. Jetzt sind Sie dran: Teilen Sie Ihre Ergebnisse mit uns! Nutzen Sie entweder unsere Hashtags #fujifilmfeaturetime und #fujifilmde oder schicken Sie Ihre Aufnahmen an unsere Social Media Kanäle Fujifilm X Serie - GFX De, @fujifilmx.de oder per Mail an [email protected]!