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07.02.2020 Elke Vogelsang

Elke Vogelsang - Tipps von der Expertin: So gelingen die perfekten Hundefotos

Elke Vogelsang

Elke Vogelsang ist eine Fotografin aus Deutschland. Als ihr Ehemann vor ein paar Jahren schwer krank wurde, entdeckte sie die Fotografie als einen Weg, um mit dem vielen Stress und den Sorgen zurechtzukommen. Glücklicherweise wendete sich alles zum Guten. Die Fotografie half ihr aus der schweren Zeit und wurde für sie von der Leidenschaft zum Beruf.
Sie hat sich auf Menschen- und Tierfotografie spezialisiert. Ihre Kamera begleitet sie immer und überall mithin.
Ihre drei geliebten Hunde Noodles, Scout und Loli sind nicht nur Familienmitglieder geworden, sondern finden sich auch immer öfter vor der Kamera der leidenschaftlichen Fotografin wieder. Ihre Bilder erzielen eine hohe Aufmerksamkeit und werden weltweit in Magazinen und Zeitungen veröffentlicht. Neben ihren Fotoaufträgen arbeitet Elke Vogelsang aktuell an einem Bildband mit Bildern von ihren Hunden, welcher nächstes Jahr in London veröffentlicht wird. Außerdem werden ihre Bilder in Ausstellungen in verschiedenen Ländern gezeigt.

    „Es gibt unendlich viele Motive“, sagt Elke Vogelsang über ihr Spezialgebiet, die Hundefotografie. In diesem Beitrag gibt sie einen Einblick in ihre Arbeiten und verrät, wie sich Hunde vor der Kamera einzigartig ablichten lassen.

    Sie hat die Hundefotografie revolutioniert: Elke Vogelsang, auf Instagram als „Wieselblitz“ und „Wieselcats“ unterwegs, hat seit 2009 eine steile Karriere als weltweit tätige Werbefotografin hingelegt. Im ersten Blogbeitrag erzählte sie von ihren Anfängen als Hobbyfotografin und ihrem Weg hin zu zahlreichen Veröffentlichungen in Büchern, Zeitungen und Magazinen. Im zweiten Teil dieser Serie gibt Elke hilfreiche Tipps und Tricks, wie Sie verschiedene Motive in der Hundefotografie erfolgreich umsetzen und Ihren Blick fürs Detail schärfen können.

  • Vorbereitung ist alles

    „Für die Fotografie eines Hundes bedarf es in der Regel einer guten Vorbereitung. Ich lege natürlich immer hohen Wert auf das Wohlbefinden des Hundes und daher gibt es viele Dinge, die Sie beachten sollten. Das fängt bei der Umgebung und den Sicherheitsaspekten sowohl für das Tier als auch für den Menschen an. Dann stellt sich natürlich die Frage, welche Ausrüstung Sie mitnehmen sollten und welche Hilfsmittel Sie benötigen – auch um den zu fotografierenden Hund bestmöglich auf das Shooting vorzubereiten. Diese Liste ließe sich wahrscheinlich endlos weiterführen. Versuchen Sie daher, dass Sie bereits im Vorfeld darüber im Klaren sind, wie Sie die Umgebung gestalten wollen. Beispielsweise eignen sich kleine Hürden oder andere Hindernisse immer gut, um den Hund zu motivieren. Denn durch die Hindernisse fühlt sich der Hund meistens provoziert und wird daher aktiv. Das eignet sich hervorragend, um ihn in actionreichen Posen zu fotografieren.

 

  • Ungewöhnliche Perspektiven: Das Standardportrait

    Neben der ausgewählten Kulisse spielt die Kameraeinstellung natürlich eine wichtige Rolle. Für die Aufnahme rund um das Thema ‚Ungewöhnliche Perspektiven‘ habe ich meine FUJIFILM X-T2 zusammen mit dem Objektiv FUJINON XF10-24mmF4 R OIS ausgewählt. Dank des minimalen Aufnahmeabstandes von 28 Zentimetern gelingen mir so perfekte Nahaufnahmen und die verbesserte Innenfokussierung des FUJIFILM Objektivs gewährleistet einen blitzschnellen Autofokus. Die Blende habe ich maximal geöffnet und eine Belichtungszeit von 1/250 Sekunde eingestellt. Der ISO-Wert liegt für dieses Selbstportrait bei 800. Normalerweise würde ich für ein schönes, persönliches Standardportrait immer dazu raten, auf Augenhöhe des Hundes oder gar noch ein wenig tiefer herunterzugehen. Dies sorgt für einen emotionaleren Bildlook. Bei dieser ungewöhnlichen Perspektive entschied ich mich jedoch dazu, das Gegenteil zu tun und direkt von oben zu fotografieren. Durch den Einsatz eines Weitwinkels verstärkte ich nämlich den surrealen Eindruck und ging so nah an den Hund heran, dass es so aussieht, als ob der Körper hinter dem Hund versteckt ist. Und das ganz ohne Nachbearbeitung. Allerdings macht diese Nähe nicht unbedingt jeder Hund mit.

 

    Normalbrennweite: Für eine leichte und handliche Ausrüstung

    Mit der Normalbrennweite zu fotografieren bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Eine Zeit lang habe ich nur mit der FUJIFILM X-M1 und einem Objektiv (FUJINON XF35mmF1.4 R) mit einer Normalbrennweite von 35mm (auf APS-C) fotografiert. Diese Einstellung bietet uns mehr oder weniger genau den Ausschnitt der Welt, wie wir ihn mit den Augen sehen. Das ist naturgemäß eher unspektakulär. So ist man mit der FUJIFILM X-M1 zwar relativ leicht und handlich ausgerüstet, auf der anderen Seite muss man sich bei dieser Kameraeinstellung schon ein wenig mehr ins Zeug legen, um eine spannende Bildkomposition zu erreichen. Bei diesem Bild entschied ich mich dazu, den eigentlich runden Baum so weit wie möglich mit in das Bild zu nehmen, so dass ein spannender negativer Raum entsteht.

 

    „Urban Dogscapes“: Spiegelungen in Pfützen

    Vorab lässt sich eines festhalten: Je abstrakter es wird, desto weniger Menschen erreicht man vielleicht mit seiner Bildidee. Das ist aber gänzlich egal, denn diese Projekte mache ich vorrangig für mich selbst. Die Reihe „Urban Dogscapes“ zeigt genau solche abstrakten Ergebnisse. Mir haben es besonders Spiegelungen in Pfützen auf Beton angetan. Dafür habe ich die gleiche Ausstattung wie schon beim vorherigen Bild verwendet, die Einstellungen an Objektiv und Kamera aber leicht verändert. So lag der ISO-Wert bei 800 und die Belichtungszeit bei 1/400 Sekunde. Die Blende war auf 2.8 eingestellt. Das Schöne an dieser Art des Fotografierens ist, dass man wunderbar Städtelandschaften einbinden kann. Außerdem sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

  • Wieder und wieder: Nahaufnahmen von Hundeschnauzen

    Wenn mir ein Thema gefällt, dann scheue ich nicht davor zurück, dieses Thema immer und immer wieder zu fotografieren. In den Anfängen meiner Nahaufnahmen von Schnauzen fotografierte ich noch mit einer kleinen Kompaktkamera. Inzwischen bietet mir die FUJIFILM X-T2 eine großartige Möglichkeit, den Blick fürs Detail zu schärfen und durch die Beschäftigung mit dem Thema „Hundeschnauzen“ kritischer zu werden und mich zu verbessern. Bei diesem Schnauzen-Portrait verwendete ich das Objektiv FUJINON XF16-55mmF2.8 R LM WR mit einer Brennweite von 30 Millimetern, einer Belichtungszeit von 1/500 Sekunde und einem ISO-Wert von 200. Die Blende war auf 10 eingestellt.
    Haben Sie also ein Thema entdeckt, welches Sie spannend finden und gerne weiterverfolgen möchten, empfehle ich Ihnen eine Fotoserie. Mit einer Fotoserie erreichen Sie mehr Aufmerksamkeit. Inzwischen ist es auch so, dass bei Wettbewerben kaum noch Einzelbilder gewinnen, sondern Serien. Fotoserien sind einfach eine wunderbare kreative Beschäftigung, die unendlich viele Möglichkeiten bietet – selbst wenn es so scheint, als ob bereits jedes Thema und jede Idee umgesetzt worden wäre.

  • Mehr Informationen zu Elke Vogelsang:
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