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04.12.2020

Tipps und Tricks für das Fotografieren im Winter

  • Der Winter steht vor der Tür und bringt spannende Motive mit sich. Doch Minustemperaturen, Schnee und Feuchtigkeit stellen einen Fotografen gleich vor mehrere Herausforderungen. Zum einen muss die Kamera vor Feuchtigkeit und Kälte geschützt werden, zum anderen beeinflussen die Licht- und Wetterverhältnisse deine Ergebnisse. Wir geben Tipps, wie du mit deiner spiegellosen Digitalkamera von FUJIFILM gut geschützt ins Wintershooting startest und worauf du beim Fotografieren im Winter achten solltest.

    So schützt du deine Digitalkamera beim Fotografieren im Winter

    Um bei Wind und Wetter fotografieren zu können, bieten sich unsere wetterfesten Bodys und Objektive an. Einige unserer spiegellosen Systemkameras, wie zum Beispiel die FUJIFILM X-T3 und FUJIFILM X-T4 oder die FUJIFILM X-H1 und FUJIFILM X-Pro3, halten einem kurzen Regenschauer und Temperaturen bis -10 °C problemlos stand. Die Kompaktkamera FUJIFILM X100V lässt sich durch einen zusätzlichen Adapterring und einen Schutzfilter zur wetterfesten Streetkamera aufrüsten. Doch nicht jede Digitalkamera ist für alle Witterungsverhältnisse ausgerüstet – informiere dich am besten vor deinem Shooting über die Wetterbeständigkeit deines Equipments. Unsere FUJIFILM X-T30 eignet sich zum Beispiel durch ihre Kompaktheit und ihr geringes Gewicht ideal für längere Winterspaziergänge durch die Natur. Bei strömendem Regen oder andauerndem Schneefall solltest du sie jedoch im Trockenen lassen.

    Feuchtigkeit und Kälte

    Ob wetterfest oder nicht – beim Fotografieren im Winter gibt es noch mehr, das du beachten solltest. Die größten Feinde deines Equipments sind Feuchtigkeit und Kälte. Es ist daher besonders wichtig, dass du deine Ausrüstung warm und trocken transportierst. Wenn deine Kamera gerade nicht im Einsatz ist, bewahre sie am besten nah an deinem Körper und unter deiner Jacke oder in einer speziell gefütterten Fototasche auf. Ganz besonders deine Akkus leiden unter der Kälte und verlieren schnell an Leistung. Nimm also unbedingt Ersatzakkus mit und versuche auch diese möglichst lange warm zu halten. So hast du genug Zeit, um all die schönen Wintermotive einzufangen.

    Objektivwechsel vermeiden

    Beim Fotografieren im Winter kann durch das Wechseln des Objektivs immer wieder Schmutz, aber auch Feuchtigkeit auf den Sensor und in das Innenleben deiner Kamera gelangen. Überlege dir am besten im Vorfeld, welche Motive du fotografieren möchtest und entscheide dich für ein passendes Objektiv.

    Temperaturunterschiede und Kondenswasser

    Gib deiner Ausrüstung die Möglichkeit, sich zu akklimatisieren – wenn du sie mit nach draußen in die Kälte nimmst, aber auch, wenn du wieder zurück ins Warme gehst. Wenn du eine kalte Kamera von draußen direkt mit in die geheizte Wohnung nimmst, kann sich Kondenswasser bilden. Außerhalb der Kamera lässt sich Kondenswasser zwar einfach mit einem Handtuch abwischen, doch wenn es ins Innere der Kamera gelangt, kann es dort großen Schaden anrichten. Lass deine Kamera sich langsam an die Kälte bzw. die Wärme gewöhnen. Du kannst die Kamera zum Beispiel im Kofferraum anstelle des beheizten Innenraums transportieren und nach dem Shooting solltest du die Kamera noch eine Weile in der Kameratasche lassen – am besten in einem kühleren Raum. Dadurch kannst du verhindern, dass die wärmere Luft in der Wohnung am Kameragehäuse kondensiert. Wärme deine Kamera nie mit einem Föhn oder an einer Heizung auf und warte mit dem Abnehmen des Objektivs, bis sich die Kamera an die Umgebungstemperatur angepasst hat.

    Was hilft gegen kalte Hände beim Fotografieren im Winter?

    Richtig: Handschuhe! Bei eisigen Temperaturen solltest du nicht nur an deine Kamera denken, sondern auch dich selbst vor der Kälte schützen. Es ist gar nicht so einfach, mit eiskalten Fingern eine Kamera zu bedienen. Zieh dich also warm an und denk an deine Handschuhe! Am besten eignen sich Handschuhe mit abnehmbaren Fingerkuppen. So kannst du problemlos Einstellungen an der Kamera vornehmen, ohne die Handschuhe komplett ausziehen zu müssen.
    Wenn es dich interessiert, auf welches Equipment der Landschaftsfotograf Christian Ringer oder der Astrofotograf Eugen Kamenew setzen, dann schau dir unsere WhatsInMyCameraBag-Beiträge an:
    Die Must-haves des Landschaftsfotografen Christian Ringer
    Die Must-haves des Astrofotografen Eugen Kamenew

    Fotoshootings im Winter

    Nachdem du unsere Hinweise und Tipps gelesen hast, kannst du mit dem Fotografieren starten. Geh raus in die Natur und fang die facettenreiche Winterlandschaft ein. Achte darauf, dass es beim Fotografieren von schneebedeckten Landschaften im Automatik-Modus vorkommen kann, dass deine Aufnahmen unterbelichtet sind. Das liegt daran, dass das helle Weiß von Schnee und Eis, aber auch Licht, das dort reflektiert wird, die Belichtungsmessung der Kamera beeinträchtigt. Hier bietet sich eine Belichtungskorrektur von +1/3 bis zu +1 an. Alternativ kannst du die Wintermotive auch manuell belichten und stellst Verschlusszeit und Blende entsprechend ein. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, im RAW-Format aufzunehmen und im Nachgang Korrekturen durchzuführen.
    Auch beim Weißabgleich solltest du auf den automatischen Modus verzichten: Deine Aufnahmen könnten einen Blaustich erhalten. Hier empfiehlt sich ebenfalls der manuelle Weißabgleich und das Fotografieren im RAW-Format, um anschließend Korrekturen vornehmen zu können.

    Fotografieren im Winter – die Motivwahl

    Ob schneebedeckte Berge, zugefrorene Flüsse oder winterliche Waldlandschaften: Sobald du das Haus verlässt, werden dir unzählige schöne Motive für deine Landschaftsfotografie begegnen. Auch im eigenen Garten wirst du tolle Motive und Szenen finden. Achte besonders auf die kleinen Eisblumen, die sich am frühen Morgen an Glasscheiben bilden. Diese eignen sich hervorragend für die Makrofotografie. (Tipps, wie du zuhause tolle Makroaufnahmen erstellst, findest du hier: Ganz nah ran: Makrofotografie für zuhause.)
    Oder verbringe einen schönen Nachmittag mit deiner Familie im Garten. Von winterlichen Porträts bis hin zu Schneeballschlachten – hier werden sicher einige tolle Aufnahmen entstehen. Ein weiteres spannendes Motiv können isolierte Gegenstände auf einer schneebedeckten Fläche darstellen, zum Beispiel ein einzelner Baum auf einem weiten Feld. Oder erstelle eine Langzeitbelichtung von einem Wasserlauf, der sich seinen Weg durch eine Winterlandschaft bahnt. Setze hierbei die unterschiedlichen Filmsimulationsmodi deiner FUJIFILM Digitalkamera ein und lass dich von den Ergebnissen überraschen.
    Jetzt musst du dich nur noch überwinden und raus in die Kälte gehen. Spannende Motive lauern überall.

  • Fotografieren im Winter: FUJIFILM X-T4 mit Fotograf

    Fotografieren im Winter: FUJIFILM X-Pro3 mit Regentropfen

    Fotografieren im Winter: Schneebedeckte Berge
    Martin Hülle: X-Pro1 | F11 | 1/600 Sek. | ISO 200 | 36mm

    Fotografieren im Winter: Baum von unten mit Schnee
    Heinz Zak: X-T4 | F13 | 1/60 Sek. | ISO 200 | 12mm

    Fotografieren im Winter: Baum mit Schnee und Bergen
    Heinz Zak: X-T4 | F14 | 1/500 Sek. | ISO 200 | 10mm

    Fotografieren im Winter: Blume im Schnee
    Bernd Ritschel: GFX 50S | F2.8 | 1/1100 Sek. | ISO 100 | 110mm

    Fotografieren im Winter: Langzeitlichtung vom Fluss mit Schnee
    Bernd Ritschel: X-T3 | F11 | 3.7 Sek. | ISO 320 | 78mm