15.04.2021 Stefan Finger

LENS STORIES: Stefan Finger x XF18mmF1.4 R LM WR

Stefan Finger

Stefan Finger ist freier Fotojournalist und arbeitet unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, chrismon und den stern. Für die Abschlussarbeit seines Masterstudiums in Düsseldorf (Politische Kommunikation) forschte er zu der Wirkung von Fotografie. Er studierte anschließend Fotojournalismus an der Hochschule Hannover. Für seine Fotoreportagen wurde er unter anderem mit dem Preis „UNICEF Foto des Jahres 2014“ ausgezeichnet, war 2013 als CNN Journalist of the Year und sowohl 2014 als auch 2016 für den Medienpreis der Kindernothilfe nominiert. 2010 gründete er die Agentur für Hochzeitsfotografie „Hochzeit im Blick“. Seit 2016 hat er einen Lehrauftrag am Institute of Design in Düsseldorf. Er wird von der Agentur laif vertreten und lebt und arbeitet in Hannover und Willich. Seit 2016 ist er offizieller Fujifilm X-Photographer.

Das FUJINON XF18mmF1.4 R LM WR – ein „Gamechanger“

FUJIFILM X-Photographer Stefan Finger hat das neue FUJINON XF18mmF1.4 R LM WR getestet und ist vor allem vom präzisen Autofokus begeistert

Das FUJINON XF18mmF2.0 war eines meiner ersten Objektive, das ich für meine FUJIFILM Kamera gekauft habe. Klein, leicht und vor allem eine schöne Brennweite, die der 28mm-Fotografie aus analogen Fotozeiten nahe kommt. In den vergangenen Jahren hat das Objektiv den Weg allerdings seltener in meine Fototasche geschafft: Ich hatte mich zu sehr an die Blendenöffnung von F1.4 mit all ihren Vorteilen an meinen anderen Objektiven gewöhnt. Denn ich mag es, auch wenn die Lichtbedingungen schwierig sind, mit dem vorhandenen Licht zu arbeiten. Außerdem ist es mir als Fotograf wichtig, durch einen kleinen Schärfebereich dem Betrachter meiner Bilder eine Anleitung mitzugeben, zu welchen Punkten im Bild seine Augen wandern sollen.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

Das FUJINON XF18mmF1.4 R LM WR (äquivalent zu 27mm KB) ist für mich ein absoluter „Gamechanger“. Zum einen sind der Autofokus und die Bildqualität des Objektivs herausragend. Zum anderen bringt es mir eine Brennweite zurück, die ich sehr mag. Denn häufig ist mir mein FUJINON XF16mmF1.4 (äquivalent zu 24mm KB) zu weitwinkelig gewesen. Dafür war das FUJINON XF23mmF1.4 (äquivalent zu 35mm KB) dann nicht weitwinkelig genug. In diese Lücke passt das XF18mmF1.4 perfekt.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

Ich habe das Objektiv ausführlich getestet: Bei Porträtterminen im Auftrag von Zeitungen, bei Reportagen im Ruhrgebiet, bei Familienausflügen mit unseren beiden Kindern und bei einer Reportage über den letzten Aalfischer auf dem Rhein. In meiner Testphase hat der Autofokus nicht ein einziges Mal daneben gelegen. Dabei habe ich meine FUJIFILM X-Pro 3 mit dem XF18mmF1.4 vor schwierige Aufgaben gestellt: Gegenlicht am frühen Morgen, als der 84jährige Fischer das Beiboot an Land zog. Fast absolute Dunkelheit in der Nacht, um den Sternenhimmel über dem Boot des Fischers einzufangen. Mal stellte ich auf ein Objekt scharf, das weit entfernt war, mal auf eines, das sehr nah war.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

Nur in einer Situation musste ich auf den manuellen Fokus ausweichen: Als ich durch eine ziemlich dreckige Fensterscheibe fotografieren wollte. Hier wissen die Objektive in der Regel natürlich nicht, ob ich die Spiegelung im Fenster scharf haben möchte oder meinen Protagonisten, der im Raum dahinter steht. Beim nötigen manuellen Fokussieren fiel mir eine weitere Verbesserung auf, die dieses Objektiv mit sich bringt: Der manuelle Fokus lässt sich viel geschmeidiger verwenden. So macht das manuelle Fokussieren deutlich mehr Spaß und man kommt besser und schneller zu einem optimalen und vor allem extrem scharfen Ergebnis.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

Als Fotojournalist muss ich mich auf mein Kameraequipment verlassen können. Weder Kameras noch Objektive kaufe ich für die Vitrine. Sie müssen auch mal den ein oder anderen Stoß aushalten, müssen bei schlechtem Wetter funktionieren und auch mal in den Dreck gelegt werden können. Auch das neue XF18mmF1.4 ist ein „WR“-Objektiv, ein Objektiv also, das abgedichtet ist gegen Spritzwasser und Staub. Als der Fischer das Netz aus dem Wasser zog, bekamen Kamera und Objektiv Wasserspritzer ab. Das hat dem Objektiv nichts ausgemacht.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

Auch bei der Naheinstellgrenze war ich überrascht, denn sie ist sehr gering. FUJIFILM gibt sie mit 20 Zentimetern an. In meinem Test konnte ich jedoch häufig auch bis zu zwölf Zentimeter an das Objekt heran gehen und es scharf ablichten.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

Hinzu kommt, dass sich das XF18mmF1.4 nahtlos in das FUJIFILM Objektivsortiment einreiht: es ist klein, es ist leicht, das Fokussieren ist sehr leise und es ist super verarbeitet. Ich war schon immer von den FUJINON Objektiven überzeugt, weil sie eine sehr gute Abbildungsleistung haben und sehr gut gerechnet sind. Das FUJINON XF18mmF1.4 R LM WR ist für mich allerdings ein neuer Maßstab. Ich bin ich schon jetzt gespannt, was da in Zukunft noch kommen mag.

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR

X-Pro3 & XF18mmF1.4 R LM WR