18.03.2021 Bernd Ritschel

WhatsInMyCameraBag - Bernd Ritschel

Bernd Ritschel

Bernd Ritschel, born in 1963 in Wolfratshausen, Upper Bavaria, Germany, has been traveling the mountains and continents of this earth for 25 years. He has made many expeditions to the Himalayas, Alaska, the Andes and the Arctic to climb peaks more than 7000 meters high. The enthusiastic extreme mountaineer is now an internationally successful professional photographer. Long crossings such as the Skitransalp (2009) and the Dolomites Cross (2010) have made it possible for him to pursue his passion for the Alps more intensively than ever. He has been living in Kochel am See, Germany, with his wife Manuela and daughter Clarissa for many years.
“My camera has been my constant companion in the mountains for more than 25 years. At first, I mainly concentrating on documenting our tours and expeditions. This was followed by a phase of challenging, exciting promotional photography and commissions. However, ‘mountains in the light’ will continue to make up a large part of my photographic work and bind me closely to high Alpine mountaineering—authentic, emotional, back to the roots.”
More than 80 expeditions have taken him to 65 countries and almost all the mountains on earth. The results are captured in 20 books of photography, 5 textbooks/guides, numerous calendars and publications in almost all the major German-language magazines, among others.
His photos have been printed in many renowed magazines such as Geo, Stern, Geo Saison, Abenteuer & Reisen, ADAC specials and almost all the European skiing and mountaineering magazines. They have also been displayed at more than a dozen exhibitions throughout Central Europe. Bernd Ritschel is now one of Central Europe’s most famous mountain and documentary photographers.

  • Die Kamera ist seit über 30 Jahren mein ständiger Begleiter in den Bergen“; so beschreibt Bernd Ritschel seine Leidenschaft: die Fotografie. Der X-Photographer Bernd Ritschel reist seit über 35 Jahren durch die Länder dieser Erde und ist auf der Suche nach spannenden Geschichten und aufregenden Bergpanoramen.
    Seine Reisen und Expeditionen wurden zwischenzeitlich durch einige Aufträge als Werbefotograf unterbrochen. Doch für die Zukunft steht fest: Bernd Ritschel wird seine Fotografie wieder intensiver mit dem hochalpinen Bergsteigen verbinden. „Authentisch, emotional – back to the roots“, wie er es beschreibt.
    Heute ist Bernd Ritschel einer der international erfolgreichsten Fotografen. Seine Bilder wurden in vielen anerkannten Zeitschriften wie „Geo”, „Stern”, „Geo Saison”, „Abenteuer und Reisen”, „ADAC Spezial” und fast allen europäischen Ski- und Bergsteigermagazinen abgebildet.
    Für unseren #WhatsInMyCameraBag – Beitrag haben wir mit ihm über sein FUJIFILM Equipment gesprochen und erfahren, was auf keinen Fall in seiner Kameratasche fehlen darf.


  • X-Photographer Bernd Ritschel

  • GFX 50S | F11 | 1/6 Sek. | ISO 400

  • GFX 50S | F11 | 1/70 Sek. | ISO 200

  • GFX 50S | F22 | 10 Sek. | ISO 100
     
     

    GFX 50S | F22 | 15 Sek. | ISO 100
     
  • Warum GFX? – Mittelformat für die Werbefotografie

    Die Frage, warum ich Mittelformat nutze, wird mir oft von Kollegen gestellt. Eine weit verbreitete Meinung ist noch immer, dass „das klassische Vollformat“ doch mehr als ausreichend und der beste Kompromiss sei. Meine Antwort ist ganz einfach: wer keine Qualität kennt, vermisst sie auch nicht.
    Ich finde, dass größer einfach besser ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um den Sensor, die Pixel, oder die optischen Rechnungen der Objektive geht. Aufnahmen mit meiner GFX 50S wirken räumlicher, plastischer und in meinen Augen einfach „echter“. Doch die folgenden vier Punkte sprechen für mich am meisten für das Mittelformat:

    1. Ein glücklicher Kunde: Mittlerweile habe ich einige Auftraggeber, die klar sagen, dass sie das Mittelformat der GFX Serie bevorzugen. Für große Prints auf Messen, für großformatige Kalender und natürlich auch für Fineart-Prints in den eigenen Geschäftsräumen ist das GFX System deshalb die erste Wahl.

    2. Meine persönliche Erfahrung: Fotografie mit dem GFX System ist für mich sehr bereichernd. Es ist jedes Mal ein spannendes Gefühl, wenn man die Ergebnisse des Mittelformats mit eigenen Augen sieht. Ich kann mit meiner FUJIFILM Kamera aus einer schwierigen Lichtsituation und grenzwertigen Bedingungen das Maximale rausholen.

    3. Entschleunigung: Ich nehme mir mit der GFX 50S mehr Zeit für ein Projekt, ein Shooting und eine Location.

    4. Die technische Reduktion auf das Wesentliche: Eine Kamera, drei Objektive, ein Zwischenring, wenig Zubehör und ein gutes Stativ; mehr brauche ich nicht für meine Fotografie. Wenn ich schon im Mittelformat fotografiere, dann möchte ich es auch technisch ausreizen. Deshalb arbeite ich, wann immer es geht, mit einem Stativ.

    Zusammengefasst kann ich sagen, dass das Mittelformat für mich pure Magie ist. Da trifft maximale Kreativität auf maximale Qualität.
    Diese Kreativität lebe ich am liebsten mit dem FUJINON GF23mmF4 R LM WR, dem GF110mmF2 R LM WR und dem GF32-64mmF4 R LM WR aus. Mit diesen Objektiven und meiner GFX 50S kann ich die magischten Momente realitätsgetreu in meiner Fotografie festhalten.

  • Wenn jedes Gramm zählt: das FUJIFILM X System

    Während ich für meine Werbefotografie das GFX System bevorzuge, zählt bei meinen Bergbesteigungen jedes Gramm, weshalb ich dann mit der FUJIFILM X Serie arbeite. Noch immer gibt es zum Bildlook einer FUJIFILM X-T2, X-T3 oder X-T4 keine Alternative. Im Rahmen der RAW-Konvertierung muss ich mich nur noch um die Belichtung, wie zum Beispiel das partielle Aufhellen der Tiefen, kümmern. Trotz perfekter Farben und einem „runden“ Bildlook kommt regelmäßig von Kunden die Frage nach der Sensorgröße: „Bernd, bist du dir sicher, dass APS-C für unser Projekt ausreichend ist?“
    Solche Fragen kann ich mit einem klaren „Ja“ beantworten. FUJIFILM holt aus diesem Sensor das Maximum raus!

    Um das Potential des Sensors auszuschöpfen, müssen – in meinen Augen – alle Komponenten passen. Deshalb setze ich nur die besten Festbrennweiten ein. Meine Favoriten – auch auf langen Touren – sind noch immer das FUJINON XF14mmF2.8 R, das FUJINON XF23mmF1.4 R, das FUJINON XF50mmF2 R WR und das FUJINON XF90mmF2 R LM WR. Mit diesen FUJINON Objektiven verbinde ich maximale Abbildungsleistung mit minimalem Gewicht.

    Konsequenterweise bleibt dann auf einer mehrtägigen Hochtour, wo allein das Seil, die Steigeisen, der Pickel und der Gurt meinen Rucksack um rund vier Kilogramm schwerer machen, das FUJINON XF90mmF2 R LM WR zuhause. Natürlich würde auf einer langen Bergtour, vor allem bei niedrigen Temperaturen, Sturm oder wenn extreme Schnelligkeit gefragt ist, ein Zoomobjektiv Sinn ergeben, doch lieber verpasse ich das ein oder andere Bild und habe dafür alle anderen Objektive in meiner gewünschten Qualität und – gerade wenn ich mit offener Blende fotografiere – auch mit dem von mir gewünschten Look und Bokeh dabei.

    Abschließend möchte ich noch eine Anekdote über die Qualität des Systems teilen: Über die Jahre habe ich viele Bilder, die mit einer der Kameras der X-T Serie gemacht wurden, an Kalenderverlage für großformatige Drucke verkauft. Nicht ein einziges Mal gab es auch nur eine Bemerkung oder Frage bezüglich der Qualität.


  • X-T2 | F8 | 1/10 Sek. | ISO 400
     


    X-T2 | F8 | 1/3500 Sek. | ISO 500
     

    X-T3 | F7.1 | 1/1400 Sek. | ISO 640


  • X-T2 | F8 | 1/140 Sek. | ISO 640

  • X-T3 | F8 | 1/1100 Sek. | ISO 640

  • X-T2 | F8 | 1/340 Sek. | ISO 640

  • X-T1 | F4 | 1/4700 Sek. | ISO 400

  • X-T2 | F2.8 | 1/400 Sek. | ISO 400
  • „Makro Extrem“ mit dem X System und einem Automatikbalgen

    Zusätzlich zur X Serie benutzte ich oft einen Automatikbalgen. Denn, wenn ich extrem nahe an mein Motiv heranzoomen möchte, dann gibt es zum Balgen bis heute kaum eine Alternative. Ich kann den Balgen mit verschiedenen Objektiven nutzen und bin durch die enorme Auszugsverlängerung sehr flexibel im Abbildungsmaßstab.

    Wenn ich auf Bergtouren mit meiner FUJIFILM X-T3 und verschiedenen, hochwertigen Festbrennweiten unterwegs bin, verzichte ich bewusst auf ein Makroobjektiv. In der Fototasche habe ich dann Zwischenringe, um mich zumindest einem Abbildungsmaßstab von 1:2 anzunähern. Wenn ich näher als mit einem Abbildungsmaßstab von 1:2 an mein Motiv heranzoomen möchte, dann nutze ich einen neuen Automatikbalgen, der mich zurück zu den Wurzeln meiner Makrofotografie geführt hat. In Kombination mit dem FUJINON XF55-200mmF3.5-4.8 R LM OIS ermöglicht er mir Abbildungsmaßstäbe von bis zu 3:1 und das bei einem Gewicht von nur 900 Gramm – inklusive Einstellschlitten! Mit der Kombination aus dem Automatikbalgen und dem X System kann ich extrem kleine Ausschnitte fotografieren. Für alle anderen Einsatzbereiche habe ich mein geliebtes FUJINON XF55-200mmF3.5-4.8 R LM OIS dabei.

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