23.04.2021 York Place Studios

Streetfotografie mit Dom Shaw

York Place Studios

Liam and Dominique Shaw, the brother and sister reportage duo behind York Place Studios have built a reputation for creating genre-defying wedding imagery with a street photography twist.

Whether shooting weddings, events or street photography; complex multi-layered storytelling, subtle humour and raw intimacy have become a hallmark of York Place Studios’ photography. Their unique approach to shooting weddings has gained an international following, picked up multiple accolades and led to Dominique and Liam being invited to speak at photography events around the world sharing their passion for their craft and their carefully considered ideas about reportage photography.

For Liam and Dominique though it’s never about the complexity of an image, it’s about the feeling behind it and it’s that feeling that has, for over a decade, driven them in their quest to create original, innovative imagery of real, spontaneous moments.

  • Dominique Shaw von den York Place Studios gibt in diesem Beitrag wertvolle Tipps für die Streetfotografie

    Dominique Shaw von den York Place Studios ist eine kreative und aufgeweckte Persönlichkeit. „Ich liebe die rauhe Wirklichkeit des Geschichtenerzählens und die Idee, Kunst aus den einfachsten Beobachtungen alltäglicher Ereignisse zu schaffen“, schwärmt sie. Streetfotografie ist ein Genre, das überwältigende Möglichkeiten bietet. Da das Leben um uns herum jedoch niemals stillsteht, können die besten Momente manchmal schwer zu erkennen und einzufangen sein. Für Dominique ist dies immer eine Frage der Perspektive und Erfahrung.



  • FUJIFILM X-E4 + XF23mmF1.4 R – F5.6, ISO 3200, 1/180 Sek.
  • "In einer vertrauten Umgebung ist es häufig schwieriger, Inspiration zu finden. Alles scheint sehr bekannt zu sein und bietet keine neuen Anreize. Das Erkennen von Nuancen im alltäglichen Umfeld kann man jedoch trainieren, und diese Vertrautheit kann so zu einem Vorteil werden. Sie hilft dabei, Situationen zu erkennen und Verständnis für die Umgebung zu finden. Heutzutage versuche ich den Fokus auf ein einziges Thema zu legen."
    Dominique beschreibt ihre Vorgehensweise genauer: „Du kannst versuchen dir deine Aufnahme vorab vorzustellen oder du lässt es einfach auf dich zukommen - es gibt nicht „die eine Methode“ in der Streetfotografie. Letztendlich geht es darum, sich auf den Moment, die Situation einzulassen, das Potential zu erkennen und deine Ideen zu transportieren. Konzentriere dich auf das, was dein Interesse im ersten Moment weckt.
    „Ein großartiges Bild erzählt mir etwas über die Welt oder den Fotografen selbst. Es vermittelt mir das Erlebnis bzw. die Situation so eingehend, dass kein weiterer Kontext oder eine Erklärung notwendig ist“, erläutert sie.

  • Eine weitere Herausforderung für angehende Streetfotografen sind die Menschen. Jemanden in seinem täglichen Leben zu fotografieren mag einem möglicherweise wie eine Verletzung der Privatsphäre erscheinen. Aber wenn du es sensibel und rücksichtsvoll angehst, bist du weit davon entfernt.
    „Ein wesentlicher Vorteil für jeden Fotografen ist ein gewisser Grad an Empathie und Flexibilität, sodass du dich blitzschnell auf die Szene vor dir anpassen kannst“, erklärt Dominique. "Es gibt keinen pauschalen Ansatz, um Fremde zu fotografieren. Es geht darum, die Situation zu erkennen, in die du eintrittst, ethisch und respektvoll zu agieren und jeden als Individuum zu behandeln. Bevor ich auf der Straße fotografiere, frage ich mich immer: „Warum fotografiere ich das?“ Wenn ich mir diese Frage nicht klar beantworten kann und es somit jemand anderem gegenüber auch nicht glaubhaft erklären könnte, ist das Motiv sehr wahrscheinlich nicht gut genug und ich entscheide mich dagegen."


  • FUJIFILM X-E4 + XF23mmF1.4 R – F8, ISO 3200, 1/250 Sek.

  • FUJIFILM X-E4 + XF23mmF1.4 R – F3.6, ISO 3200, 1/250 Sek.
  • Aber für die meisten ist ein vorsichtiges Annähern die bevorzugte Vorgehensweise. Um die Sicherheit zu erlangen, die sich mit wachsender Erfahrung einstellt, hat Dominique einen ausgezeichneten Rat. "Wenn du anfangs nervös bist beim fotografieren von Fremden, konzentriere dich einfach auf die Geometrie und halte lieber etwas Abstand. Erfasse eher Silhouetten als Gesichtszüge und arbeite dich dann von dort aus schrittweise weiter heran“.
    Das letzte Puzzleteil liegt im passenden Equipment. Man kann sich viele Gedanken machen über einen schnellen Autofokus, blitzschnelle Serienaufnahmen oder Low-Light Fähigkeiten der Objektive - aber für Dominique zählt nur: „Ich möchte den geringstmöglichen Widerstand zwischen der Idee in meinem Kopf und der tatsächlichen Aufnahme erleben. Von dem Moment an, als ich zum ersten Mal eine FUJIFILM X-Pro2 in der Hand hielt, wusste ich, dass die X Serie diesen Anspruch erfüllt.“

  • „Vor kurzem habe ich das FUJINON XF27mmF2.8 R WR für mich entdeckt. Es ist nicht nur eine schöne Brennweite, sondern auch ein sehr kompaktes Objektiv, das sich perfekt für die FUJIFILM X-E4 eignet und sich überall hin mitnehmen lässt“, fährt sie fort. „Vorher habe ich die meisten meiner Lieblingsbilder mit dem XF23mmF1.4 R aufgenommen. Bei beiden Objektiven stelle ich die Blende auf F8, um einen möglichst großen Bereich zu haben, der scharf dargestellt wird. Das passe ich dann individuell an jede einzelne Geschichte, die ich erzählen möchte, an.
    Dominique ist von der FUJIFILM X-E4 begeistert und erklärt: „Es ist eine äußerst leistungsstarke Systemkamera mit einem kompakten, leichten Gehäuse im klassischen Design. Ich kann die Kamera überall hin mitnehmen, nicht nur zu bestimmten Fotoshootings. Da sich potentielle Motive immer und überall bieten und finden lassen, habe ich immer eine professionelle, hochwertige Kamera, wie die FUJIFILM X-E4 dabei, um keines zu verpassen."


  • FUJIFILM X-E4 + XF23mmF1.4 R – F7.1, ISO 3200, 1/125 Sek.
  • In Gesellschaft Fremder

    Um für Street Portraits leichter auf fremde Personen zugehen zu können, kannst du dich etwas vorbereiten. Hier ist ein Ansatz, der sich bewährt hat: Nimm höflich Kontakt auf und halte dabei die Kamera in der Hand, damit für dein Gegenüber leicht der Grund deiner Annäherung zu erkennen ist. Bitte mit einer allgemeinen Erklärung, z.B. “Mir gefällt dein Look”, darum, ein Portrait aufnehmen zu dürfen. Alles andere, das spezifischer wird, wie bspw. “Ihre Falten haben so viel Charakter”, läuft Gefahr, beleidigend zu wirken. Sollten die Personen ablehnen, dann bleibe freundlich das passiert gelegentlich.
    Du kannst die Zeit eines Fremden nicht vollkommen für dich beanspruchen und die Spontanität des Augenblicks geht schnell verloren. Arbeite also schnell und greife auf den Gesichtserkennungs-AF, die Serienaufnahme und den Blendenprioritätsmodus zur Steuerung der Schärfentiefe zurück. Höre nicht auf mit deinem Motiv zu sprechen, um die Verbindung zueinander aufrechtzuerhalten. Wenn du eine Bildauswahl haben möchtest, dann verwende die Serienaufnahme. Arbeite auch aus verschiedenen Winkeln, um den perfekten Bildausschnitt zu erhalten. Wenn du fertig bist, gebe deinem Motiv die Möglichkeit, die Fotos zu sehen, und teile ihm mit, wo die finalen Bilder möglicherweise veröffentlicht werden.

  • Zonen fokussieren

    Für Schnappschüsse und gestochen scharfe Momentaufnahmen bieten sich zwei Möglichkeiten: Autofokus oder Vorfokussierung. Ersteres ist offensichtlich; letzteres vielleicht weniger, sollte aber im Bewusstsein jedes Streetfotografen enthalten sein.
    Beim Vorfokussieren wird der Fokus bei jeder Bewegung der Kamera voreingestellt, sodass schneller fokussiert werden kann.
    Du kannst so der Situation voraus sein. Mit Hilfe der Schärfentiefe wird sichergestellt, dass ein größtmöglicher Teil der Szene scharf ist. Wenn du beispielsweise mit einem 23-mm-Objektiv, einer Blende von F8 aufnimmst und manuell auf drei Meter fokussieren würdest, wäre alles von ca. zwei bis fünf Metern akzeptabel scharf gestellt. Vorfokussieren ermöglicht dir, der Entwicklung einer Situation voraus zu sein, indem du sicherstellst, dass ein größerer Bereich deines Motivs bezogen auf die Tiefe scharf abgebildet wird. Dies wird erreicht, indem du vorab auf eine bestimmte Entfernung scharf stellst und die Schärfentiefe so ausnutzt, dass Objekte in einem ausreichend großen Bereich davor und dahinter ebenfalls scharf sind. Wenn du beispielsweise mit einem 23-mm-Objektiv und einer Blende von F8 aufnimmst und manuell auf drei Meter fokussieren würdest, wäre alles von ca. zwei bis fünf Metern akzeptabel scharf gestellt.
    Du musst hier nicht wirklich mit unterschiedlichen Brennweiten, Blendenöffnungen und gewünschten Zonen arbeiten – schau dir einfach die Fokus-Skala deiner Kamera an. Der blaue Bereich auf beiden Seiten der Fokusentfernungsanzeige gibt den Schärfenbereich an. Um die Fokus-Skala im Sucher oder LCD anzuzeigen, drücke MENU OK und gehe zu EINRICHTUNG > DISPLAY EINSTELLUNG > DISPLAY EINSTELLUNG und stelle sicher, dass MF-ABSTANDSANZEIGE ausgewählt ist. Um einzustellen, wie präzise diese „akzeptable Schärfe“ sein soll, gehe zu AF / MF-EINSTELLUNG > TIEFENSCHÄRFESKALA und wähle entweder PIXEL-BASIS oder FILMFORMAT-BASIS.


  • FUJIFILM X-E4 + XF23mmF1.4 R – F8, ISO 3200, 1/250 Sek.
  • Jetzt bist du dran - probiere es selbst aus und teile deine Ergebnisse mit uns!

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