Eric Bouvet

France
Profil

Eric Bouvet ist ein französischer Fotograf, geboren 1961. Seine Karriere begann 1981 nach einem Kunst- und Grafik-Studium an der Estienne School of Paris.

Sein Interesse an der Fotografie wurde geweckt, als er als Achtjähriger sah, wie zum ersten Mal ein Mensch einen Fuß auf den Mond setzte. Dieser historische Moment, der so unmittelbar an die Zuschauer übertragen werden konnte, war wohl auch der Auslöser dafür, dass Bouvet sich in den letzten 30 Jahren den Evolutionen und Revolutionen in über 120 verschiedenen Ländern der Welt fotografisch gewidmet hat.

In den 1980ern arbeitete Eric für die Bildagentur Gamma, in den 90ern machte er sich dann selbstständig. International bekannt wurde er durch die Aufnahmen des ausbrechenden Armero-Vulkans in Kolumbien. Im Anschluss dokumentierte er fotografisch die Vorgänge an verschiedenen Krisenherden der letzten Jahre, unter anderem Afghanistan, Irak, Iran, Libanon, Tschetschenien, Sudan, Somalia, Jugoslavien, Israel, Nord Irland, Kurdistan, Angola, Ruanda und Lybien.

Er fotografierte außerdem verschiedene geschichtlich bedeutsame Momente wie die Beerdigung des Ayatollah Khomeini, die Proteste auf dem Tiananmen-Platz in China, den Fall der Berliner Mauer, die "sanfte" tschechische Revolution, die Freilassung Mandelas aus dem Gefängnis sowie Olympische Spiele.

Weitere Themenbereiche seines Werkes umfassen die Zustände in russischen Gefängnissen, das Leben von Soldaten auf Flugzeugträgern, die Arbeit französischer Polizisten in den Außenbezirken größerer Städte, die letzten Minenarbeiter Frankreichs, sowie das Leben auf Stationen für krebskranke Kinder.
Seit drei Jahren widmet sich Bouvet zwei umfangreichen Dokumentationen zu den Themen "Liebe" und "Frieden".

Seine Werke wurden in verschiedenen international bekannten Magazinen veröffentlicht, darunter Time, Life, Newsweek, Paris-Match, Stern, Sunday Times Magazine, NYT Magazine, Der Spiegel und Le Monde.
Er beteiligte sich mit seiner Arbeit an Werbekampagnen für die Vereinigten Nationen, viele Non-Profit-Projekte und Spendenorganisationen, etwa Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), das Internationale Rote Kreuz, "Médecins du Monde (MDM)" (Ärzte der Welt) und "Action Contre la Faim (ACF)" (Aktion gegen den Hunger).

Bouvet gewannt fünf World Press Awards, die Auszeichnung « Visa d'Or » des Perpignan Photo Festivals, den "War Correspondent's Bayeux Prize", den "Paris-Match's Award" sowie die Goldmedaille für den 150. Geburtstag der Fotografie.

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