Anton Martynov

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BIOGRAPHY

Anton Martynov ist ein Blogger und Profi-Fotograf. Zudem der Autor von zahlreichen Besprechungen über Fotoausrüstungen und Beiträgen über die Grundlagen der Fotografie und der Bildbearbeitung. Er ist Experte für die Theorie und Praxis der Fotografie, Fotografie-Lehrer und beteiligt an führenden fotografischen Projekten. In seiner beruflichen Tätigkeit beschäftigte er sich lange Zeit mit computerbasierten Spezialeffekten für die Werbe-und Filmindustrie, arbeitete mit führenden Werbeagentur-Netzwerken zusammen und ist heute als Werbefotograf und Bildbearbeiter tätig.

KOMMENTAR

Die Phrase "filmähnliche Farben" hat sich in letzter Zeit zu einer Art Heiliger Gral der Fotografen entwickelt und wird von jedermann angestrebt. Jeder versucht sie durch das Anpassen von Geräte-Einstellungen und der Bearbeitung der Bilder mit Software zu erreichen. Darin steckt sehr viel gesunder Menschenverstand, weil fotografische Filme auf der Basis von ästhetischen Prinzipien erarbeitet wurden. In den Teams, die über Jahrzehnte hinweg Fotofilme weiterentwickelten, hatten nicht Ingenieure und Marketing-Spezialisten das Sagen, sondern Künstler und Kunstexperten. Als Resultat verfügte das Medium Film über die künstlerischen Eigenschaften, die bestimmten (und recht großen) Gruppen von Personen zusagten.

Während der Zeit der Schlacht "Analog versus Digital" haben die digitalen Technologien viel erreicht und wir sehen, dass sie formal den Krieg gewonnen haben: Film-Produktionsstätten werden geschlossen und die Hersteller von Foto-Ausrüstung werden digital. Allerdings führte dieser Krieg zu dem für jedermann bedauerlichen Verlust der "Farb-Ästhetik", wie sie mit analogen Film-Technologien durch die harte Arbeit der Ingenieure unter der Führung von Künstlern und Kunstexperten erreicht worden war. Dies wird unterstrichen durch die 50 Millionen Instagram-Abonnenten und die Milliarde Dollar, die Facebook für diese schlichte Anwendung bezahlt hat. Die Menschen verstehen und fühlen schon, dass die "ehrlichen digitalen Farben" nicht so interessant sind wie die Farben auf dem Film mit ihrer einzigartigen Ästhetik.

In dieser Hinsicht hat Fujifilm einen großen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten. Schließlich ist Fujifilm heute, soweit ich weiß, wahrscheinlich der einzige Foto-Gerätehersteller mit großer Erfahrung in Film-Technologien und vor allem deren Anwendung im aktuellen Produktprogramm. Die Farbwiedergabe der X-Pro1 ist denen der Fujicolor-Filme sehr ähnlich: den Diafilmen Astia, Provia und Velvia sowie den Farbnegativfilmen Pro Neg Hi (hoher Kontrast) und Pro Neg. Std (mittlerer Kontrast). Natürlich sind diese digitalen Emulationen weit entfernt von den chemischen Prozessen der realen Filme, aber die auf langjährigen Erfahrungen beruhenden Nachahmungen führen zu sehr guten Ergebnissen, wie in den mit der X-Pro1 gemachten Aufnahmen zu sehen ist.

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